
Am 28. September 2026 leiteten Gunther Eggeler und Till Schneiders die Veranstaltungen zum DGM-Tag in Darmstadt, an dem unter anderem die Preisträger der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde ausgezeichnet wurden. Unter anderem erhielten unsere Kooperationspartner Prof. Martin Heilmaier die Heyn-Denkmünze und Dr. Antje Dollmann den Nachwuchspreis. Anschließend konnten wir mit zahlreichen Beiträgen auf dem MSE Congress vom 29. September bis 01. Oktober unsere aktuellen Ergebnisse zu Ni-Basis-Superlegierungen, alternativen Hochtemperaturwerkstoffen, Formgedächtniswerkstoffen, Hochentropielegierungen und hochfesten Stählen vorstellen. Vida Khalili erhielt für ihr Poster zu bioabbaubaren, beschichteten Mg-Basis-Legierungen einen Posterpreis.

Am 24. und 25. September 2026 konnten Liu Yang, Sakia Noorzayee und Ubaid Manzoor erfolgreich ihre Dissertationen verteidigen. Wir gratulieren herzlich zu diesen tollen Erfolgen und wünschen allen weiterhin viel Erfolg in ihren Karrieren.

Anlässlich des 70. Geburtstags von Gunther Eggeler organisierten die ehemaligen LWW-Mitglieder Birgit Skrotzki und Leonardo Agudo Jácome gemeinsam mit Alexander Kauffmann eine Sonderausgabe von Advanced Engineering Materials, die nun pünktlich erschienen ist. 40 Beiträge wurden von langjährigen Kollegen und Freunden zu wichtigen Themen verfasst, die Gunther Eggeler in seiner Karriere geprägt hat. Wir danken allen Beitragenden für ihre Arbeiten.

Vom 17.-18. Februar 2027 wird das 4. SupERBO Symposium zum Thema Superlegierungen an der RUB stattfinden. Das Symposium wurde nach Ende des SFB-TR103 „Vom Atom zur Turbinenschaufel“ im Jahr 2023 ins Leben gerufen, um eine nationale Plattform zu bieten sich weiterhin zu den neusten Erkenntnissen im Bereich Superlegierungen auszutauschen. Alle Forscher aus Wissenschaft und Industrie, die in diesem Themengebiet arbeiten, und auch internationale Gäste sind herzlich willkommen.

So ein Schnürsenkel hält viel mehr aus als man meint. Die 24 Teilnehmenden der Summer School Materialforschung haben das geprüft.
Gebannt fixieren Schülerinnen und Schüler der zehnten bis zwölften Klasse einen weißen Schnürsenkel. Er ist an zwei Stellen in eine Apparatur geklemmt, die ihn millimeterweise auseinanderzieht. Wer genau hinschaut, kann sehen, dass er immer dünner und länger wird. Wie viel Zug wird er aushalten? Fünf Kilo war die erste vorsichtige Schätzung, bis auf 30 Kilo bot man sich hoch. Doch der Senkel hält immer noch.

Im Rahmen unserer Vorlesung “Materialwissenschaft: Geschichte, Stoffkreisläufe und Analyse wichtiger Reaktionen in und an Werkstoffen (MW-GSA)” hatten unsere Studierenden, studentischen Hilfskräfte und Wissenschaftler:innen wieder die Möglichkeit Firmen der Region kennenzulernen. Alexander Luithle und Jannis Timms gaben uns detaillierte Einblicke in die Arbeit von Werkstoffingenieuren bei Siemens Energy in Mülheim an der Ruhr. Bei Trimet in Essen empfingen uns Felicitas Werner und Alice Siegmund. Sie zeigten uns Schmelzflusselektolyse, die Gießerei sowie Lager/Versand. Wir bedanken uns herzlich für die vielfältigen Eindrücke und die Gastfreundschaft. Unseren wissenschaftlichen Mitarbeitenden Tim Storch, Clara Pohl und Marcel Münch danken wir für die Organisation der Exkursionen.

Am 11. Juni 2026 haben wir im Rahmen von InsideRUB wieder Studieninteressierte und Studierende über die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen eines Maschinenbau- oder Materialwissenschaftsstudiums informiert. Wir bedanken uns bei den mitwirkenden Mitarbeitenden des Lehrstuhls Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnik für ihren Einsatz.

Von Montag 21.09. bis Mittwoch 23.09. veranstalten ICAMS, unser Lehrstuhl und das Netzwerk NFDI-Matwerk die NFDI-MatWerk Sommerschule 2026. Studierende, Doktorandinnen und Doktoranden sowie Postdocs, die sowohl experimentelle als auch simulations-basierte Forschung betreiben, sind herzlich eingeladen, eine Einführung in die Möglichkeiten und Herausforderungen des Forschungsdatenmanagements zu bekommen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Registrierung erfolgt über die verlinkte Webseite (siehe Button Mehr Dazu). Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

In einer gemeinsamen Arbeit des Karlsruher Institut für Technologie, des Max-Planck-Institut für Nachhaltige Materialien und der Ruhr-Universität Bochum stellen wir einen umfassenden Datensatz zur temperaturabhängigen Festigkeit, Verformungsverfestigung und Gefügeentwicklung während der plastischen Verformung von B2-geordneten Eisenaluminiden vor. Die Studie deckt das gesamte Stabilitätsgebiet der B2-Phase ab und verwendet wohldefinierte Wärmebehandlungszustände, um den Beitrag der mechanischen Festigkeit zur zusammensetzungsabhängigen Versprödung in diesen Legierungen erfolgreich zu isolieren.

In unserer gemeinsamen Arbeit des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Ruhr-Universität Bochum haben wir eine innovative Methode entwickelt, die den Restsauerstoff aus elementarem Y und der Prozessatmosphäre nutzt, um Y-Ti-O-Dispersoide während der Zerstäubung von Pulver aus der Flüssigphase direkt zu bilden und somit den Rückgriff auf Y2O3-Pulver eliminiert. Unsere Studie zeigt, dass diese Dispersoide während der Wärmebehandlung und des feldunterstützten Sinterns eine bemerkenswerte Stabilität aufweisen und in Bereichen mit hoher Dispersoiddichte eine Mikrohärte von (282 ± 18) HV0.05 erreichen. Diese vielversprechende Alternative zur mechanischen Legierung bietet einen neuen Weg zur Herstellung leistungsfähiger ODS-Legierungen.