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Werkstoffherstellung

Am Institut für Werkstoffe betreiben wir eine umfassende Infrastruktur zur Werkstoffherstellung und -verarbeitung, die es uns ermöglicht, Materialien für unsere Forschung in relevantem Maßstab herzustellen und anzupassen. In Bezug auf die schmelzmetallurgische Herstellung nutzen wir zwei Induktionsschmelzöfen, einen Lichtbogenofen und einen Bridgman-Zonenschmelzofen. Diese Technologien ermöglichen es uns, Schmelzblöcke und Einkristalle einer Vielzahl von metallischen Legierungen herzustellen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Legierungen auf Basis von späten Übergangsmetallen, Ni-Basis-Superlegierungen, aber auch Legierungen auf Basis von Refraktärelementen mit sehr hohen Solidus- und Liquidustemperaturen. Um die Gefüge polykristalliner Materialien anzupassen, werden verschiedene Umformmethoden angewendet, einschließlich Walzen, Rundhämmern und Drahtziehen. Wärmebehandlungen können unter verschiedenen Atmosphären (Luft, Schutzgase, Vakuum, eingeschmolzen in Ampullen) bis zu 1800 °C mit und ohne Abschrecken durchgeführt werden. In Zusammenarbeit mit Partnern vom Institut für Werkstoffe und der Fakultät für Maschinenbau können pulvermetallurgische Methoden verwendet werden, um spezifische mikrostrukturelle Zustände zu erreichen, einschließlich Gasverdüsung (Induktionsschmelzen), additiver Fertigung (Pulverbett-Schmelzen mit Laser und Elektronenstrahl-Schmelzen), heißisostatisches Pressen usw. Für die Verarbeitung von polymeren Thermoplasten, z.B. im Rahmen unserer Forschung zu Formgedächtnispolymeren, nutzen wir das Spritzgießen.